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Parkieranlagen, Tankstellen, Raststätten und Stationsbauten des öffentlichen Verkehrs müssen für Reisende mit Behinderung eine gleichberechtigte Zugänglichkeit und Nutzung gewährleisten.

Zu den Bauten von Verkehrsanlagen welche mit der Norm SIA 500 «Hindernisfreie Bauten» geregelt werden, zählen insbesondere Bauten für den motorisierten Individualverkehr, wie Parkierungsanlagen, Tankstellen und Rastplätze sowie Bauten von öffentlich zugänglichen Verkehrsmitteln wie Bahnhöfe, Bushöfe, Schiffslandestellen, Seilbahnstationen und Flughäfen (Anh. A.2). Gemäss Konzept für öffentlich zugängliche Bauten (Ziff. 1.1) muss die allgemeine Zugänglichkeit und Nutzbarkeit dieser Einrichtungen für alle Personen, also auch für jene mit einer Körper-, Seh- oder Hörbehinderung erfüllt sein, ohne dass die Hilfe Dritter benötigt wird.

Parkieranlagen

Rampen im Gebäudeinnern sind nur bedingt zulässig (Ziff. A.2.2).

Die rollstuhlgerechten Parkplätze (RPP) sind in der nähe des Hauptausgangs für Fussgänger anzuordnen. Im Falle mehrerer gleichwertiger Ausgänge, z.B. auf verschieden Etagen, sind die RPP verteilt anzuordnen. Jeder Ausgang ist mit mindestem einem RPP auszustatten. Die folgende Tabelle zeigt die minimal erforderliche Anzahl an RPP im Verhältnis zur Anzahl regulärer Parkplätze (Ziff. 7.10).

Total Parkplätze Anzahl Rollstuhlparkplätze
bis 50 1
51 – 100 2
101 – 150 3
151 – 200 4
201 – 300 5
301 – 500 6
je weitere angebrochen 250 +1

Tankstellen

Bei mindestens einer Einheit der Apparaturen müssen Bedienhöhe und Freiflächen sowie die maximal zulässigen Dimensionen für eine Versatz bei Sockel oder Nischen (Ziff. 6.1.1 bis 6.1.3) erfüllt sein und die Zugänglichkeit gewährleisten. Dies gilt für Zapfsäulen, Druckluftstationen, Ruftasten, Automaten (Auslegung SIA 500, Ziff. 6.1) und Kassieranlagen (Ziff. 7.5).

Bauten von öffentlich zugänglichen Verkehrsmitteln

Für Bahnhöfe, Bushöfe, Schiffslandestellen, Seilbahnstationen, Flughäfen, etc. gelten Kapitel 3 bis 8 der Norm SIA 500 vorbehaltlich übergeordneter Vorschriften von Bund, Kantonen und Gemeinden.

Öffentlich zugängliche Bauten: Bahnhöfe
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