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15.10.2021 – TAG DES WEISSEN STOCKS

Wussten Sie, dass Entwässerungsrinnen, Trottoir-Randabschlüsse, Belagswechsel und andere bauliche Elemente absichtlich in die öffentliche Architektur integriert werden? Dass diese als «natürliches» Leitsystem für blinde und sehbehinderte Menschen dienen? Vielen von uns ist das kaum bewusst.

Anlässlich des internationalen Tags des Weissen Stockes wollen wir nebst den weissen Leitlinien vor allem auch die Führungs- und Trennelemente in gebauten Umgebungen betonen, die sehbehinderte und blinde Fussgängerinnen und Fussgänger zu Orientierungszwecken nutzen, wenn vor Ort keine Leitlinien vorhanden sind, denn diese werden nur subsidiär eingesetzt!

Für weitere Informationen lesen Sie das beiliegende Dokument.

 

Geschäftsbericht aktuell

Das zurückliegende Geschäftsjahr war ein Ausnahmejahr. Geradeso als wollten wir die Chance für einen Wandel, der bekanntlich jeder Krise innewohnt, nicht verpassen konnten wir die Herausforderungen auch unter besonderen Umständen meistern.


Die Schweizer Fachstelle sah sich 2020 mit einem eher seltenen Phänomen konfrontiert: während wir einerseits bei wichtigen Expertisen intervenieren mussten, überraschte uns andererseits die aufkommende hohe Nachfrage für Beratungen. Sie mündete in neuen Grundlagen für die Interessensvertretung zum «sehbehindertengerechten Bauen». Stillstand sieht anders aus. Aber schauen Sie selbst im aktuellen Geschäftsbericht 2020.

Geschäftsbericht 2020

    Kolumne

    Stimmen zum Jubiläum - Hindernisfreie Architektur, 2021

     

    «Ich sehe es als meine Aufgabe, auch andere Menschen zu überzeugen, das Undenkbare zu denken, das Unmögliche zu ermöglichen und ihnen als Vorbild zu zeigen, dass stets noch etwas mehr drin liegt. Mein Anliegen ist aufzuzeigen, dass wir die Zukunft für eine Vielfalt von Individuen und deren ganz unterschiedliche Bedürfnisse bauen müssen.»

    Ursula Schwaller, Schweizer Rollstuhlsportlerin,   Architektin


    «Hindernisfrei planen ist für junge Architekturschaffende heute selbstverständlich – dies auch Dank der wichtigen Grundlagenarbeit in den vergangenen 40 Jahren. Für das kommende Jahrzehnt wünsche ich mir einerseits einen stärkeren Fokus auf gestalterischen Fragen der Barrierefreiheit und andererseits eine Umsetzung mit Augenmass – immer auf das spezifische Architekturprojekt bezogen.»

    Philippe Jorisch, Partner JOM Architekten GmbH


    «Der öffentliche Raum, die Strassen, aber auch Gebäude müssen für alle Menschen gleichermassen nutzbar sein. Diesem Ziel hat sich die Schweizer Fachstelle für hindernisfreie Architektur verschrieben. Seit 40 Jahren entwickelt sie gemeinsam mit Betroffenen allgemein gültige Standards für hindernisfreies Bauen und erörtern mit Bauherrschaften konstruktiv Lösungen.»

    Stephan Attiger, Landammann, Vorsteher Departement Bau, Verkehr und Umwelt Kanton Aargau, BPUK-Präsident


    «Als Blinder und ehemaliger Direktor von Unitas, dem Blinden- und Sehbehindertenverband der italienischen Schweiz, kenne ich die täglichen Schwierigkeiten derjenigen, die auf ihrem Weg auf Hindernisse stossen. Die Schweizer Fachstelle Hindernisfreie Architektur leistet mit seiner Fachkompetenz und Erfahrung einen konkreten Beitrag zur Steigerung der Selbstständigkeit und Lebensqualität von Menschen mit Behinderung.»

    Manuele Bertoli, Staatsrat Kanton Tessin


    «Die Schweizer Fachstelle für hindernisfreie Architektur hat an vorderster Front und sehr früh angefangen, unermüdlich gegen den baulichen Ausschluss von Menschen mit Behinderung zu kämpfen. Sie hat Grosses geleistet und vieles erreicht. Ohne sie wäre die Schweiz noch im architekturalen Steinzeitalter. Bis heute ist Segregation durch Architektur weit verbreitet, wird an Architekturschulen und durch renommierte Architekten nicht hinterfragt. Die Arbeit der Fachstelle bleibt deshalb unersetzlich und wichtig. Dafür wünsche ich ihr alles Gute!»

    Hans Witschi, Schweizer Künstler, lebt in New York


    «Die Schweizer Fachstelle sorgt dafür, dass das BehiG landesweit möglichst einheitlich umgesetzt wird. Als nationale Referenzstelle stellt sie den internationalen Austausch sicher, unterstützt die kantonalen Instanzen beim Vollzug und trägt damit massgeblich zur Weiterentwicklung des hidnernisfreien Bauens bei.»

    Dr. Hans-Peter Wessels, alt Regierungsrat, Bau- und Verkehrsdirektor Basel (2009-20)


    «Man sollte die Hürden im alltäglichen Leben als  Ansporn betrachten und nicht als unüberwindbare Hindernisse, die uns in einer gesunden Entwicklung einschränken. Für eine bessere Welt muss unsere Umwelt deshalb inklusiv und für alle gestaltet sein, in der jeder seinen Platz finden kann.»

    Jacqueline Pittet, Partnerin TARDIN PITTET architectes SA


    «Inklusion ist ein Grundprinzip jeder mitmenschlichen Gesellschaft. Auch im baulichen Bereich. Dazu braucht es aber einen Effort, denn das «Design for all» ist gerade in der Schweiz noch nicht die allgemein gelebte Praxis. Dabei stehen die nötigen fachlichen Grundlagen zur Verfügung – Dank vierzig Jahren beharrlicher Arbeit der Fachstelle für hindernisfreie Architektur. Just do it!»

    Prof. Dr. Ulrich Weidmann, ETH Zürich Vizepräsident für      Infrastruktur


    «Genauso wie Menschen mit Behinderungen zu unserer Gesellschaft gehören, so selbstverständlich sollte auch Hindernisfreiheit im Bau sein. Der Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz ist die Umsetzung des hindernisfreien Bauens ebenfalls ein wichtiges Anliegen. Als deren Vertreter bringe ich die Sicht der Kantone ein.»

    Fabian Peter, Regierungsrat Kanton Luzern


     

      40 Jahre Architektur für alle – jetzt im bulletin 65

      Anlässlich unseres Jubiläums werfen wir nicht nur einen Blick zurück in die Anfänge Hindernisfreier Architektur, sondern liefern erste Denkanstösse für die Zukunft: BIM – Chance oder Risiko für eine hindernisfreie Architektur?


      Es gibt den standardisierten Menschen genauso wenig wie die standardisierte Behinderung. Die körperlichen Fähigkeiten und die Sinneswahrnehmungen von Menschen sind vielfältig. Wer entscheidet, für welchen Typ Mensch geplant und welcher vernachlässigt wird? Mit der Entwicklung neuer Planungs­tools wird diese Frage – wie in diesem Heft zu lesen – erneut zur Diskussion gestellt. Als die Gründer der Schweizer Fachstelle 1981 ihre Arbeit aufnahmen, war ihre Absicht, den Mangel an Standards für das behindertengerechte Bauen zu beheben. Akribisch erforschten sie nutzerspezifische Abhängigkeiten und führten ergonomische Feldstudien durch.

      Die Resultate dieser Arbeit sind heute zu einem grossen Teil schweizweit geltender Standard. Darauf sind wir stolz! Zu oft wird das hindernisfreie Bauen aber nach wie vor als lästige Pflicht gesehen. Heute erwarten wir deshalb von Architekturschaffenden, dass sie konzeptionelle und gestalterische Ideen mit praktischen Werten unter einen Hut bringen und Bauten erstellen, die für alle Menschen nutzbar sind. Dieses Denken wünschen wir uns für die nächsten 40 Jahre – es sollte zur eigentlichen Kür werden!

      Wir sind umgezogen!

      Seit dem 1. April 2021 finden Sie uns im Zollhaus – beim HB Zürich.

      Hindernisfreie Architektur –
      Die Schweizer Fachstelle
      Zollstrasse 115, 8005 Zürich

      Telefon wie bisher:
      +41 (0)44 299 97 97
      www.hindernisfreie-architektur.ch

      Endlich zeitgemässe hindernisfreie Räume! Mit Taten statt mit Worten zeigen wir mit dem Umzug 2021 in den Neubau der Genossenschaft Kalkbreite, dass die hindernisfreie Architektur sichtbare Fortschritte macht. Indem wir unserer Mietfläche reduzieren und gleichzeitig von den gemeinschaftlichen Räumen der Genossenschaft profitieren, leisten wir nicht nur einen Beitrag zum nachhaltigeren Flächenverbrauch, sondern spielen auch wichtige zusätzliche Ressourcen für unsere tägliche Grundlagenarbeit frei – für eine hindernisfreie Umwelt von morgen.

       

        15.10.2021 – TAG DES WEISSEN STOCKS

        Anlässlich des internationalen Tags des Weissen Stockes wollen wir nebst den weissen Leitlinien vor allem auch die Führungs- und Trennelemente in gebauten Umgebungen betonen, die sehbehinderte und blinde Fussgängerinnen und Fussgänger zu Orientierungszwecken nutzen, wenn vor Ort keine Leitlinien vorhanden

        Geschäftsbericht aktuell

        Die Schweizer Fachstelle sah sich 2020 mit einem eher seltenen Phänomen konfrontiert: während wir einerseits bei wichtigen Expertisen intervenieren mussten, überraschte uns andererseits die aufkommende hohe Nachfrage für Beratungen. Sie mündete in neuen Grundlagen für die Interessensvertretung zum «sehbehindertengerechten Bauen».

        Kolumne

          «Ich sehe es als meine Aufgabe, auch andere Menschen zu überzeugen, das Undenkbare zu denken, das Unmögliche zu ermöglichen und ihnen als Vorbild zu zeigen, dass stets noch etwas mehr drin liegt. Mein Anliegen ist aufzuzeigen, dass wir die

        40 Jahre Architektur für alle – jetzt im bulletin 65

        Es gibt den standardisierten Menschen genauso wenig wie die standardisierte Behinderung. Die körperlichen Fähigkeiten und die Sinneswahrnehmungen von Menschen sind vielfältig. Wer entscheidet, für welchen Typ Mensch geplant und welcher vernachlässigt wird? Mit der Entwicklung neuer Planungs­tools wird diese Frage

        Wir sind umgezogen!

        Endlich zeitgemässe hindernisfreie Räume! Mit Taten statt mit Worten zeigen wir mit dem Umzug 2021 in den Neubau der Genossenschaft Kalkbreite, dass die hindernisfreie Architektur sichtbare Fortschritte macht. Indem wir unserer Mietfläche reduzieren und gleichzeitig von den gemeinschaftlichen Räumen der Genossenschaft

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