Die Natur und körperliche Aktivitäten haben einen positiven und massgeblichen Einfluss auf die Wohn- und Lebensqualität in einer Wohngemeinschaft mit Pflegeleistungen.
Der Aussenraum soll anregen, unterhalten und zur Nutzung motivieren. Er bedient unterschiedliche Bedürfnisse und Nutzungen wie spazieren gehen, ausruhen und gärtnern. Die Grösse und Ausgestaltung ist von der Art und Anzahl der Bewohnende abhängig und muss mit der Bauherrenschaft und Fachleuten definiert werden. Allgemein gilt bei der Planung und Gestaltung auf ein erhöhtes Sicherheitsaufkommen für die Bewohnende zu achten.
Der Aussenraum muss für die Bewohnende leicht und hindernisfrei zugänglich sein. Die Erschliessung sollte aus mindestens zwei Aufenthaltsbereichen ganzjährig möglich sein.
Die Wegführung soll abwechslungsreich, nachvollziehbar und mit einem oder mehreren Zielen verbunden sein. Alle Hauptwege müssen zum Ausgangspunkt zurückführen. Sackgassen, abrupte Weg- und Richtungsänderungen sollen vermieden werden.
Die Plätze sollen ähnlich wie die Aufenthaltsbereich im Gebäude unterschiedliche Bedürfnisse bedienen und Abwechslungsreich sein. Sie sollten gemeinschaftliche Bereiche für Begegnung, Spiel und Kommunikation, sowie ruhige Zonen für Rückzug, Erholung und Entspannung abdecken. Die beiden Zonen sollen deutlich voneinander getrennt werden.
Die Oberflächen sollen begehbar, witterungs- und rutschfest sein und dürfen keine Blendung oder Spiegelung erzeugen.
Für Treppen und Rampen im Aussenbereich gelten die allgemeinen Richtlinien.
Die Gartentypologie ist klar und intuitiv zu gestalten. Mit folgenden Mittel lässt sich eine gute und sichere Orientierung erzeugen:
Im gesamten Aussenraum ist die Beleuchtung gleichmässig verteilt und blendfrei für die Nutzende. Eine geeignete Beleuchtung (Art und Platzierung) kann eine Differenzierung zwischen Haupt- und Nebenwegen verdeutlichen. Lichtakzente auf Stufen, Schildern, Sitzplatz oder Objekten dienen der Sicherheit und Orientierung.
Die Anzahl der Sitzmöglichkeiten und Tische soll im Verhältnis der Bewohnende stehen und entsprechend ausreichend vorhanden sein. Das Mobiliar soll für Gruppen und Einzelpersonen sowie für Rollstuhlfahrende geeignet sein. Besonders Attraktionen wie ein Tiergehege oder ein Teich laden zum Verweilen ein.
Über verschiedene Angebote können die Bewohnende zur aktiven Nutzung motiviert werden, in dem sie Verantwortung über kleine Aufgaben der Gartenarbeit übernehmen.
Das Wohlbefinden lässt sich besonders bei Menschen mit Demenz fördern. Ihr Selbstwertgefühl steigt durch die sensorische Stimulation der Natur. Für sie ist ein eigener und geschützter Aussenraum zu planen. Er sollte an den Wohn-, Aufenthaltsbereich der Demenz-WG angrenzen.
Beispiel für einen Aussenraum für eine Wohngemeinschaft WG mit Pflege
Beispiel für eine WG mit Betreuung
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