Der Sanitärraum bietet Intimität, Sicherheit und Selbstständigkeit. Eine ausreichende und gut geplante Beleuchtung in Kombination mit natürlichem Licht oder Belüftung erhöht die Sicherheit und erleichtert die Körperpflege.
Der Sanitärraum ist im Bewohnerzimmer integriert, nur so können die grundlegenden Anforderungen an Privatsphäre und Selbstbestimmung erfüllt werden. Ist dies nicht der Fall, sollte der Sanitärraum von höchstens zwei Personen gemeinsam genutzt werden. Er muss zwischen den beiden betroffenen Bewohnerzimmern liegen.
Der Sanitärbereich bietet ausreichend Manövrierfläche und Platz für Hilfspersonen. Gleichzeitig werden unterschiedliche Nutzungsbedürfnisse abgedeckt.
Der Sanitärbereich muss an die individuellen Bedürfnisse der Bewohnenden angepasst werden können. Die Geräte werden von Anfang an in der geeigneten Position geplant, um zukünftigen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Die Tür kann entweder als Dreh- oder als Schiebetür geplant werden. Siehe die Details im Beitrag «Planung und Einrichtung einer Wohngemeinschaft mit Pflegeleistungen».
Bei einem fensterlosen Sanitärraum empfiehlt es sich, durch das Bewohnerzimmer für natürliches Licht vorzusehen. Das Licht im Zimmer – sei es elektrisch oder natürlich – kann so eine erste Orientierung bieten. Dies nimmt die Angst vor der Dunkelheit, erleichtert die Suche nach dem Lichtschalter und ermöglicht je nach Lichteinfall sogar das Händewaschen, ohne dass elektrisches Licht benötigt wird.
Ein Badezimmer mit Fenster (Tageslicht und Frischluft) trägt zum Wohlbefinden bei, besonders in einer Wohngemeinschaft in der die Bewohnenden die Räumlichkeiten über einen längeren Zeitraum nutzen.
Bei der Lichtplanung müssen die drei Bereiche WC, Dusche und Waschbecken berücksichtigt werden. Die Selbstpflege sowie die Pflege durch Dritte müssen darin einwandfrei ausführbar sein. Dies gilt beispielsweise, wenn die Pflegetätigkeiten hinter einem Duschvorhang oder einer Duschtrennwand stattfinden.
Matte Fliesen verursachen keine Blendung. Zwischen Wänden, Boden und Sanitärapparaten sind kontrastreiche Farben zu wählen. Dies unterstützt die Sichtbarkeit der verschiedenen Elemente: Weisse Sanitärapparate werden z.B. auf Fliesen oder Anstrichen mit satten, kontrastreichen Farben montiert.
Die Bodenbeläge sind mit Gehhilfen gut befahrbar, stellen keine Stolperfallen dar und sind sowohl im trockenen als auch im feuchten Zustand rutschfest.
Ausführliche Informationen zu Bodenbelägen sind im Beitrag «Bodenbeläge in Gebäuden mit erhöhten Anforderungen» beschrieben.
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