Die Küche bildet zusammen mit dem Essbereich das Zentrum und den Treffpunkt der Wohngemeinschaft mit Pflegeleistungen. Sie wird von den Bewohnende genutzt und dient der Aufrechterhaltung von Alltagsroutinen. Das gemeinsame Kochen stärkt die soziale Interaktion, stimuliert die Sinne und das Hungergefühl.
Die Ausstattung orientiert sie sich an einer Haushaltsküche. Im Gegensatz zum anpassbaren Wohnungsbau, sollen Küchen in einer Wohngemeinschaft mit Pflegeleistungen (Pflege-WG) von vornherein hindernisfrei ausgeführt werden.
Als Aufenthalts- und Begegnungsort sit die Küche direkt zum Esszimmer verbunden. Zusammen mit dem Wohnzimmer bildet sie den Dreh- und Angelpunkt des Geschehens in der Wohngemeinschaft. Eine offen gestaltete Küche fördert die aktive Teilnahme der Bewohnende beim Kochen und Backen. Je nach Aktivität kann es jedoch von Vorteil sein, die Räumlichkeiten voneinander zu trennen. Eine Schiebetrennwand hilft beispielsweise Lärm und Gerüche zu reduzieren.
Die Notwendigkeit, Grösse und Ausstattung eines separaten Vorratsraums müssen mit den Auftraggebern abgesprochen werden. Der Vorratsraum muss in unmittelbarer Verbindung zur Küche stehen.
Das Verpflegungskonzept der Wohngruppe ist mit dem Bauherrn und der Pflegeinstitution individuell abzustimmen. Dadurch ergeben sich die Küchengrösse und -ausstattung, proportional zur Anzahl der Bewohnende.
Weitergehende Erläuterungen und detaillierte Angaben zu minimalen Wende- und Stellflächen, finden Sie in unserem Beitrag «Küchen in Wohnbauten».
Die möglichen Anordnungen der Küchenzeilen bestimmen die Bewegungsabläufe und damit auch die notwendigen Manövrierflächen.
Eine Übereck-Anordnung von Herd und Spüle erleichtert die Bewegungsabläufe für Rollstuhlfahrende. Der Abstand zwischen den beiden Elementen darf nicht mehr als 0,90 m betragen.
Die Arbeitsinsel bietet sich als offene Küchenform an, bei der sich mehrere Personen an der Küchenarbeit beteiligen können. Sie kann als reine Arbeitsfläche dienen oder mit einem Kochfeld und einer Spüle ausgestattet sein. Das Kochfeld muss immer in Kombination mit einer Spüle geplant werden.
Eine lineare Anordnung der Küchenelemente eignet sich für kleine Wohngruppen. In der Einzeilige als auch in der zweizeiligen Küche ist eine Abfolge von Spüle, Arbeitsfläche und Herd in der gleichen Küchenzeile vorzusehen. Die zweizeilige Konfiguration begünstigt die Arbeitswege.
Die Möblierung muss es allen ermöglichen, an den verschiedenen Vorbereitungen teilzunehmen.
Die Bedienbarkeit für Personen im Rollstuhl hängt stark von der Bedienhöhe und dem Abstand zu Raumecken ab. Wichtig für Menschen mit Sehbehinderung sind die Schrittgrösse und der Kontrast von Zahlen und Symbolen, die Einfachheit der Bedienmenus, die taktilen Rückmeldungen während der Bedienung, wie z. B. spürbare Schaltstufen bei Drehknöpfen usw. Geräte mit Schnittstellen zur Steuerungsmodulen für Smart Homes oder einer Sprachsteuerung sind hierbei sehr hilfreich.
Mindestens ein Kochfeld mit min. 4 Kochzonen mit Druckknöpfen ist geplant. Das Kochfeld hat eine Bedienung in der Front mit Drehknöpfen, z.B. Kombigerät mit Backofen.Die Beleuchtung ist an die Tätigkeit angepasst.
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