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Sicherheitslinie und Person mit weissem Stock beim Einsteigen
Der Leitfaden ersetzt seit dem 10. November 2017 den Anhang 2 zur AB-EBV und schliesst die Lücken bei der Führung sehbehinderter Reisender im Bahnhof.

Gemäss der Regelung in den Ausführungsbestimmungen zur Eisenbahnverordnung AB-EBV, Anhang 2 zur AB 34, durften seit der Revision 2012 auf Bahnperrons keine Leitlinien für Sehbehinderte markiert werden. Zudem war die Breite der Abgangsmarkierungen auf den Perrons eingeschränkt, was zu Lücken in der Führung führte. Im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens für die Markierungen des Bahnhofs Löwenstrasse hat die Fachstelle im Oktober 2015, zusammen mit den Sehbehindertenorganisationen, diese für sehbehinderte Personen sicherheitsrelevanten Markierungen mit einer Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht eingefordert.

Anlässlich der Begehung am 3. März 2016 hat der Direktor des BAV, Herr Dr. P. Füglistaler, die Korrektur der Regelung in der AB-EBV in Aussicht gestellt. Eine Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von Hindernisfreie Architektur, der Schweizerischen Fachkommission für sehbehinderten- und blindengerechtes Bauen sowie von Inclusion Handicap konnte seitdem, zusammen mit den verantwortlichen des BAV die Grundlagen und Vorgaben für die Markierung von Perronanlagen entwickelt. Die Regelungen des am 10. November 2017 publizierten Leitfadens für die taktil-visuelle Markierung von Bahnperrons werden bei der nächsten Revision in die AB-EBV überführt (voraussichtlich im Jahr 2020). Bis dahin gilt der Leitfaden als Regelwerk und Vorgabe für die Plangenehmigung.

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