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«Design for all» ist heute in aller Munde, doch wie kann angehenden Artchitektinnen und Architekten dieser Ansatz vermittelt werden? Die Ergebnisse des Symposiums «Design for all in der Architekturlehre» werden in diesem Heft vorgestellt.

Wenn wir architektonische Qualitäten definieren wollen, die «Design for all» ausmachen, dann bleibt uns nichts anderes übrig, als die Bedürfnisse der verschiedenen Nutzergruppen genau zu untersuchen. Aus den unterschiedlichen Anforderungen können wir anschliessend jene herauskristallisieren, die dafür sorgen, dass niemand ausgeschlossen wird.

Häufig sind diese Anforderungen banal, oft sogar unsichtbar. Denn Lebensräume, die nach den Grundsätzen des «Design for all» gebaut sind, benötigen keine besonderen Massnahmen für einzelne Nutzergruppen, sie funktionieren für alle. Doch wie können im Architekturstudium solche unsichtbaren Qualitäten vermittelt werden, wenn sich diese im gebauten Raum nicht manifestieren? Tatsächlich ist es wesentlich einfacher, Hindernisse zu zeigen oder geeignete Massnahmen dagegen, etwa Rampen, als «Design for all». Das führt dazu, dass dem hindernisfreien Bauen das Image anhaftet, auf Korrekturen zu fokussieren statt auf einen qualitativ hochwertigen Lebensraum. Dies kann sich nur ändern, wenn «Design for all» einen Platz in der Architekturlehre erhält und kreative Wege gefunden werden, diesen Ansatz zu vermitteln.

Öffentlich zugängliche Bauten: Schulen / Bildung. Artikel --- Positionen Fachstelle: «bulletin».