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Der Fachartikel aus STRASSE UND VERKEHR informiert über den Inhalt der 2014 publizierten VSS Norm «Hindernisfreier Verkehrsraum» und ihre Bedeutung für Planung, Bau und Unterhalt von Verkehrsanlagen.

Im Dezember 2014 hat der VSS nach einer mehrjährigen Erarbeitungsphase die Norm SN 640 75 «Hindernisfreier Verkehrsraum» publiziert. Sie legt fest, welche Grundsätze und Mindestanforderungen bei der Planung, dem Bau und dem Unterhalt von hindernisfreien Verkehrsanlagen einzuhalten sind. Die neue Norm schafft im Bereich des behindertengerechten Bauens Rechtssicherheit für Planer, Bauverantwortliche und Nutzer. Zudem schliessen die differenzierten Planungsgrundlagen eine Normungslücke und zeigen die Spielräume für eine hindernisfreie Gestaltung auf. Damit wurde eine langjährige Lücke im Normenwerk geschlossen.

Bereits die Norm SN 521 500 aus dem Jahr 1988 hat die wichtigsten Anforderungen aufgeführt, die im Verkehrsraum relevant sind. Der partielle Vergleich zwischen der alten und der neuen Norm (siehe Artikel) macht dies deutlich. Da die Regelungen von 1988 zu wenig ins Detail gingen, blieben bei der Planung und Ausführung von Massnahmen im Verkehrsraum viele Fragen offen. Musste man vor Inkrafttreten der Norm darüber diskutieren, welche Massnahmen erforderlich sind, so kann heute auf der Basis der Norm geplant werden.

Basierend auf der Forschungsarbeit VSS 1308 «Hindernisfreier Verkehrsraum – Anforderungen aus Sicht von Menschen mit Behinderung» wurde eine praxisgerechte Norm erarbeitet welche in diesem Fachartikel von Strasse und Verkehr, der Verbands-Zeitschrift des VSS vorgestellt wird.