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Anforderungen, die erfüllt werden müssen, damit Menschen mit Behinderung selbständig und spontan den Bus nutzen können werden im Merkblatt detailliert dargelegt.

Die Erstellung hindernisfreier Bushaltestellen ist Aufgabe der Strasseneigentümer, das heisst der Gemeinden und Kantone. Der Bund hat in Art. 22 Abs. 1 BehiG eine Frist für die Anpassung von Haltestellen geregelt, bietet jedoch für Bushaltestelle im Gegensatz zu Bahnanlagen keine finanzielle oder technische Unterstützung bei der Umsetzung. Dass kleinere Gemeinden und Kantone erst einmal abgewartet haben bis mit Pilothaltestellen, Fahrversuchen und Fahrzeugentwicklungen die Standards geklärt waren, ist verständlich. Inzwischen bestehen ausreichende Kenntnisse und Erfahrungen um mit dem Bau hoher Haltekanten eine gleichberechtigte Nutzung von Bussen durch Menschen mit Behinderung in die Realität umzusetzen. 

Die Grundanforderungen an hindernisfreie Haltestellen sind in der VSS Norm SN 640 075 «Hindernisfreier Verkehrsraum» geregelt. Die Erfahrungen mit hohen Haltekanten über die letzen Jahre haben weitere Erkenntnisse gebraucht, welche die Fachstelle im Merkblatt 120 «Bushaltestellen» aufgearbeitet und als Vorabzug im März 2018 publiziert hat. Das Merkblatt behandelt folgende Themen: 

  • Anfahrt an hohe Haltekanten
  • Höhe und Form von Bus-Haltekanten
  • Neigung der Haltestelle
  • Manövrierflächen für dein Einstieg mit Rollstuhl
  • Zugang zur Haltestelle
  • Markierung und Beleuchtung
  • Informationsträger und Möblierung
  • Anzeigen und Automaten
  • Auffindbarkeit von Haltestellen und Sicherheit für Fussgängerinnen und Fussgänger

Die Publikation des definitiven Merkblatts 120 «Bushaltestellen» ist für Herbst 2018 geplant. Hinweise und Anregungen zur Verbesserung des Dokuments nimmt die Fachstelle gerne entgegen.

      Verkehrsraum: Strassen. Öffentlicher Verkehr: Bushaltestellen. Planungshilfen Fachstelle: Merkblätter.