Zurück
schräger Randstein als Abgrenzung zwischen Radweg und Trottoir
Trennelemente für die Abgrenzung zwischen Fussgängerbereich und Fahrbahn bei Veloverkehr müssen die Anforderungen beider Nutzergruppen erfüllen

Wo der Veloverkehr einen Fussgängerbereich queren muss, und auch beim Übergang von der Fahrbahn auf eine gemeinsame Fläche für den Fuss- und Veloverkehr, sind Trennelemente sorgfältig zu planen, um die Sicherheit aller Nutzergruppen zu gewährleisten. Die VSS Norm regelt die Anforderungen im (Anh. Ziff. 7.1.3).

Je nach Einsatzort ist zu unterscheiden, ob die Trennelemente nur mit dem Velo oder auch mit Fahrhilfen für Menschen mit Behinderung befahrbar sein müssen (Anh. Ziff. 7.1.3). Bei flächiger Querung müssen beide Nutzergruppen den Randabschluss befahren können. Beim Übergang von einem Radstreifen auf einen gemeinsamen Rad- und Fussweg oder bei einer Trottoirüberfahrt, ist hingegen alleine die Befahrbarkeit mit dem Velo für die Wahl des Trennelementes ausschlaggebend.

Für Abgrenzungen, die sowohl mit dem Velo als auch mit Fahrhilfen befahrbar sein müssen sind folgende Trennelemente geeignet (Ziff. 7.1.3):

  • niedrige schräge Randabschlüsse, Höhe 40 mm, Breite 0.16 m. Mit einer Breite von 0.16 m sind diese komfortabler zu befahren als bei Breiten von 0.13 – 0.15 m
  • vertikale Absätze von 30 mm Höhe in Kombination mit breiten punktuellen Auffahrtsrampen

Bei Auffahrten für den Veloverkehr, welche nur mit dem weissen Stock ertastbar, jedoch nicht für Personen mit Fahrhilfen befahrbar sein müssen, können zusätzlich zu diesen Trennelementen auch folgende Lösungen zum Einsatz kommen (7.1.3):

  • Schräge Randabschlüsse mit einer Höhe von 60 mm und einer Breite von 0.25 – 0.30 m wobei eine Breite von 0.30 m den Komfort für den Veloverkehr erhöht und eine Breite von 0.25 m die Ertastbarkeit mit dem weissen Stock verbessert und damit die Sicherheit für Sehbehinderte erhöht.
  • Niedrige Randabschlüsse kombiniert mit einer schmalen punktuellen Auffahrtsrampe welche den ertastbaren Randabschluss (vertikaler Absatz mit 30 mm Höhe oder schräger Randstein mit 40 mm Höhe) auf einer Breite von max. 0.50 m unterbricht (Anh. 7.1.2).

Diese Angaben in der Norm SN 640 075 basieren auf den Untersuchungen im Rahmen des Randsteinlabors, welche 2012/13 an der Förrlibuckstrasse in Zürich durchgeführt wurden.

Die Resultate des Randsteinlabors haben deutlich dargelegt, dass ein schräger Randstein mit einer Höhe von 60 mm und einer Breite von 0.30 m mit dem Velo wesentlich komfortabler zu befahren ist, als ein schräger Randstein mit 40 mm Höhe und 0.16 m Breite.

Schmale punktuelle Auffahrtsrampen sind nur sinnvoll, wenn die Auffahrt mit dem Velo immer in demselben Winkel erfolgt und punktgenau vorausbestimmt werden kann, wo diese erfolgt. Dies ist z.B. bei der Auffahrt von einem Radstreifen auf einen gemeinsamen Rad- und Fussweg gegeben.

Abgrenzung zwischen parallel geführten Fuss- und Radwegen

Als Abgrenzung zwischen Fuss- und Radwegen auf der Strecke verbessern vertikale Randabschlüsse die Führung mit dem weissen Stock. Schräge Randabschlüsse ermöglichen die Nutzung der Fussgängerfläche für Velos, z.B. für Ausweich- und Überholmanöver, und erhöhen die Sicherheit für den Veloverkehr, gleichzeitig aber auch die Gesamtbreite der Anlage.

Stand 21. Oktober 2017

Downloads
Links