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Aktuell

Fachberater/-in für hindernisfreie Architektur 50%

Für die Beratung von Bauten und Anlagen in Fragen des sehbehinderten- und blindengerechten Bauens.

Für die Beratung in Fragen des sehbehinderten- und blindengerechten Bauens sowohl bei Bauten als auch im öffentlichen Raum (Verkehrsraum) suchen wir eine Fachperson aus Architektur, Verkehrsplanung, Ingenieurwesen oder mit vergleichbarem Hintergrund. 

  • Sie beraten Planungsverantwortliche, Bauherren und Betroffene bei der Umsetzung der Anforderungen von Menschen mit Sehbehinderung an Bauten und Verkehrsanlagen.
  • Sie vertreten die Interessen von Menschen mit Sehbehinderung, intervenieren im Planungsprozess oder im Bewilligungsverfahren in Zusammenarbeit mit Betroffenen.
  • Sie nutzen ihr Wissen, ihre Kompetenzen und Erfahrungen aus Architektur, Verkehrsplanung und Bauwesen bei der Entwicklung und Beurteilung fallspezifischer baulicher Lösungen.
  • Sie erwerben Fachkenntnisse zur Orientierung und Mobilität von Menschen mit Sehbehinderung (O+M) in Weiterbildungskursen, durch Erfahrungsaustausch mit O+M Fachpersonen, Experten und Betroffenen.
  • Sie wenden die spezifisch erworbenen Fachkenntnisse bei der Beratung baulicher Lösungen und technischer Massnahmen, der Konzeption von Leitliniensystemen und der Beurteilung von Testanordnungen und Produkten an.
  • Das Verfassen von präzis und prägnant formulierten Stellungnahmen fällt Ihnen leicht. Sie nutzen Ihre Erfahrungen mit CAD und Layout-Programmen zur Illustration der geforderten Massnahmen.
  • Sie identifizieren sich mit den Zielen der Fachstelle und engagieren sich aus Überzeugung für eine hindernisfreie Architektur.

Wir bieten eine selbständige und eigenverantwortliche Tätigkeit in einem siebenköpfigen Team, flexible Arbeitszeiten und einen Arbeitsort in Fussdistanz vom Hauptbahnhof Zürich. Arbeitsbeginn nach Vereinbarung.

Wenn Sie an dieser speziellen Aufgabe interessiert sind, senden Sie uns ihr Motivationsschreiben zusammen mit den Bewerbungsunterlagen an: schmidt@hindernisfreie-architektur.ch

Marc Fehlmann mit Kursgruppe

«Architettura senza ostacoli» jetzt auch in Italienisch online!

Seit dem 12. Dezember sind die Beiträge der Schweizer Fachstelle auch in italienischer Sprache verfügbar.

Die grundlegenden Anforderungen an eine hindernisfreie Bauweise finden sie auf unserer Webseite neu auch in Italienisch. Bei einigen Themen wird für Detailinformationen mit ergänzenden Beiträgen und Dokumenten auf der französisch- und deutschsprachigen Webseite verlinkt.

Bereits in früheren Jahren hat die Fachstelle bedeutende Dokumente, wie z.B. die Richtlinien „Wohnungsbau hindernisfrei – anpassbar“ oder „Strassen – Wege – Plätze“ auch in Italienisch publiziert. Die 2017 in deutsch und französisch neu erstellte Webseite vermittelt technische Informationen sowie eine Übersicht über gesetzliche Regelungen, Publikationen und Beratungsangebote. Die wesentlichen Anforderungen und Massnahmen sowie die Auslegung der einschlägigen Normen sind nun neu auch in italienischer Sprache online.

Damit bestärkt die Fachstelle ihr Ziel, als nationales Kompetenzzentrum Planende, Bewilligungsbehörden und Bauverantwortliche in der ganzen Schweiz die Grundlagen für eine hindernisfreie Bauweise zu vermitteln und so eine behindertengerechte bauliche Umwelt zu fördern.

bulletin Nr. 61 «Am Kulturleben hindernisfrei teilhaben»

Die grössten Knackpunkte, bei Neu- und Umbau von Kulturbauten und die Bedeutung von Rollstuhlparkplätzen im Wohnungsbau sind Schwerpunkte dieses bulletins.

Kulturbauten weisen häufig verschiedenste Hindernisse auf, welche den Zugang für Menschen mit einem Rollstuhl oft gänzlich verwehren. Sie befinden sich meist in urbanen Zentren, häufig in älteren Gebäuden und bestanden oft schon vor dem Inkrafttreten des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) 2004.  Der Zugang zu kulturellen Angeboten, Aktivitäten und Veranstaltungen muss für alle Menschen gleichberechtigt gewährleistet werden – die baulichen Anforderungen sind geregelt.

Velowege auf Trottoirs sind unzulässig

Ein Rechtsgutachten der Stadt Zürich zeigt auf, dass die Praxis der Markierung von gemeinsamen Rad- und Fusswegen auf dem Trottoir nicht zulässig ist.

Gemeinsame Verkehrsflächen für den Fuss- und Veloverkehr gefährden nicht nur Kinder, die sich wegen möglicher Konflikte nicht frei Bewegen können, sondern in besonderem Masse auch ältere Menschen und Menschen mit Behinderung, die in ihrer Reaktion und Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind oder aufgrund einer Sinnesbehinderung andere Verkehrsteilnehmende nicht wahrnehmen. Die Praxis in einigen Städten und Kantonen aus Gründen mangelnder Veloinfrastrukturanlagen die Trottoirs für den Veloverkehr frei zu geben ist vor diesem Hintergrund mit grossem Konfliktpotential behaftet.

Ein Rechtsgutachten, welches die Stadt Zürich in Auftrag gegeben hat zeigt nun auf, dass die Praxis in vielen Fällen auch rechtswidrig ist: Die Signalisation von «Rad- und Fusswegen mit getrennten Verkehrsflächen» und von «gemeinsamen Rad- und Fusswegen» ist auf dem Trottoir nicht zulässig. Die Signalisation «Fussweg» mit der Zusatztafel «Velo gestattet» darf gemäss den Gutachtern Prof. Dr. iur. Alain Griffel und Dr. iur. Mathias Kaufmann nur in Ausnahmefällen und vor allem zur Schulwegsicherung, angebracht werden. Die Ausnahme ist zulässig sofern das Trottoir schwach begangen ist und entlang einer relativ stark frequentierten Fahrbahn verläuft und nur dort, wo Radwege oder Radstreifen fehlen. Mit dieser Signalisation darf das Trottoir auch mit Velos, «langsamen» E-Bikes und «schwachen» Mofas befahren werden.

Medienmitteilung und Gutachten zum Download: https://www.stadt-zuerich.ch/pd/de/index/das_departement/medien/medienmitteilung/2018/september/180913a.html

Weitere Informationen zur Abgrenzung zwischen Fuss- und Veloverkehr: Abgrenzung zwischen Fuss- und Veloverkehr

Signal Rad- und Fussweg und sehbehinderte Preson mit dem weissen Stock auf dem Trottoir

Geschäftsbericht 2017

Der vorliegende Geschäftsbericht enthält eine ganze Reihe guter Gründe, mit Zuversicht in die Zukunft der hindernisfreien Architektur zu blicken.

Permanenz und Wandel kennzeichnen die Arbeit der Schweizer Fachstelle seit ihrer Gründung im Jahr 1981. Erst die unablässige Beharrlichkeit, mit der sie über die vielen Jahre hinweg auf den Nutzen einer hindernisfrei gebauten Umwelt hingewiesen, Fachinformationen dazu aufbereitet und sich für deren Umsetzung eingesetzt hat, führte zu der heute im Vergleich zu damals deutlich verbesserten Situation. Für einen langfristigen Wandel ist ganz entscheidend, dass Expertise und Engagement weiter gereicht werden. Das Jahr 2017 stand ganz besonders im Zeichen von dauerhaftem Engagement und gewandelten Formen und Zuständigkeiten. …

bulletin Nr. 60 «Wohnungen für jede Lebenslage»

Schwerpunktthemen dieses bulletins sind die Chancengleichheit bei der Nutzung von Wohnraum und die selbständige Nutzung des öffentlicher Verkehrs.

Eine konsequente Berücksichtigung des anpassbaren Wohnungsbaus bei Neu- und Umbau von Wohnbauten ist eine Grundvoraussetzung für einen Wohnungsbestand der besuchsgeeignet ist und bei Bedarf an die Bedürfnisse von Bewohnern und Bewohnerinnen mit Behinderung angepasst werden kann. Der Artikel von Joe Manser beschreibt Fragestellungen bei der Renovation von Wohnbauten und erklärt die wichtigsten Lösungsansätze. Den vollständigen Artikel finden Sie auf der webseite.

Im Hinblick auf den Ablauf der Frist zur Umsetzung hindernisfrei zugänglicher Bus-Haltestellen per Ende 2023 hat die Fachstelle ein neues Merkblatt erarbeitet welches die technischen Anforderungen und Lösungen darlegt. Bedeutung und Nutzen der Anpassungen z.B. von hohen Haltekanten, werden im Artikel des «bulletins» dargelegt.

Alle Themen im Überblick

  • Wohnbauten anpassbar renovieren
  • Selbständig mit Bus unterwegs
  • Stabübergabe an der Fachstelle
  • Mitteilungen: neue Publikationen /neue Mitarbeiter / Kursangebot
  • Kolumne: «Wie sieht die ideale Welt aus?»

Vorabzug Merkblatt 120 «Bus-Haltestellen»

Die Standards für den hindernisfreien Um- und Neubau von Bushaltestellen werden im neuen Merkblatt 120 festgehalten und erläutert. Der Vorabzug dient zur Vernehmlassung bei Planenden und Bauverantwortlichen.

Sechs Jahre vor Ablauf der Umsetzungsfrist für einen hindernisfreien Zugang zum öffentlichen Verkehr ist der Handlungsbedarf bei Bushaltestellen noch immer sehr gross. Mit dem Merkblatt 120 «Bus-Haltestellen» trägt die Fachstelle zur Klärung technischer Fragen und Festlegung des Ausbaustandards bei. Neben den Anforderungen an die Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Haltekante, Anfahrgeometrie, Haltekantenhöhe und Manövrierflächen auf Bus-Perrons, werden im Merkblatt auch jene an die Ausstattung der Haltestellen, an Möblierungselemente, Informationsträger, Markierungen und Beleuchtung aufgeführt. .

Das Merkblatt mit Stand März 2018 ist als Vorabzug publiziert und soll nun den Praxistest bestehen. Die definitive Ausgabe ist für Ende 2018 geplant. Rückmeldungen zum Inhalt sowie Verständnisfragen und Anmerkungen nimmt die Fachstelle gerne entgegen, um mit Ihrer Hilfe die Publikation praxistauglich zu vervollständigen.

SIA D 0254 «Hindernisfreie Sportanlagen – Empfehlung zur Anwendung der Norm SIA 500»

Die Dokumentation präzisiert die Anforderungen der Norm SIA 500 für die Projektierung und Ausführung von Sporthallen und Bäder.

Als Empfehlung zeigt die neue Dokumentation der SIA auf, wie die gesetzlichen Vorgaben zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung im Detail umgesetzt werden können. Die Norm SIA 500 «Hindernisfreie Bauten» ist auf Sportanlagen anwendbar, legt jedoch nicht fest, wie die erforderliche Differenzierung nach Anlagetyp und Grösse der unterschiedlichen Sportanlagen vorzunehmen ist.
Die Dokumentation D 0254 trägt den sportartspezifischen Gegebenheiten, den unterschiedlichen Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung wie auch der Grösse der Anlage Rechnung. Sie legt dar, wie spezifische Einrichtungen bei Sportanlagen zu konzipieren sind, damit sie eine ausreichende Verfügbarkeit für alle gewährleisten. Bemerkenswert ist dabei, dass dies in der Regel platzsparender möglich ist, als bei einer undifferenzierten Anwendung der Norm SIA 500.

Die Dokumentation wurde auf Anregung und mit Hilfe der IG Sport und Handicap (PluSport, Procap Sport, Rollstuhlsport Schweiz SPV) erarbeitet und ist 2018 erschienen.
Für Bauherrschaft und Planer empfiehlt es sich, im Vorfeld der Projektierung zusammen mit den zuständigen Behörden festzuhalten, welchen Stellenwert die Empfehlungen dieser Dokumentation haben.

Die Dokumentation kann gegen eine Gebühr beim SIA «Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein» bezogen werden.

Beitragsfoto: Team Urs Sigg

Neuer BAV-Leitfaden «taktil-visuelle Markierung von Bahnperrons»

Der Leitfaden ersetzt seit dem 10. November 2017 den Anhang 2 zur AB-EBV und schliesst die Lücken bei der Führung sehbehinderter Reisender im Bahnhof.

Gemäss der Regelung in den Ausführungsbestimmungen zur Eisenbahnverordnung AB-EBV, Anhang 2 zur AB 34, durften seit der Revision 2012 auf Bahnperrons keine Leitlinien für Sehbehinderte markiert werden. Zudem war die Breite der Abgangsmarkierungen auf den Perrons eingeschränkt, was zu Lücken in der Führung führte. Im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens für die Markierungen des Bahnhofs Löwenstrasse hat die Fachstelle im Oktober 2015, zusammen mit den Sehbehindertenorganisationen, diese für sehbehinderte Personen sicherheitsrelevanten Markierungen mit einer Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht eingefordert.

Anlässlich der Begehung am 3. März 2016 hat der Direktor des BAV, Herr Dr. P. Füglistaler, die Korrektur der Regelung in der AB-EBV in Aussicht gestellt. Eine Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von Hindernisfreie Architektur, der Schweizerischen Fachkommission für sehbehinderten- und blindengerechtes Bauen sowie von Inclusion Handicap konnte seitdem, zusammen mit den verantwortlichen des BAV die Grundlagen und Vorgaben für die Markierung von Perronanlagen entwickelt. Die Regelungen des am 10. November 2017 publizierten Leitfadens für die taktil-visuelle Markierung von Bahnperrons werden bei der nächsten Revision in die AB-EBV überführt (voraussichtlich im Jahr 2020). Bis dahin gilt der Leitfaden als Regelwerk und Vorgabe für die Plangenehmigung.

Wir heissen neu: «Hindernisfreie Architektur – Die Schweizer Fachstelle»

Behindertengerechtes Bauen kommt der ganzen Gesellschaft zugute. Ab Mai 2017 zeigen wir dies auch in unserem Namen.

Das Gestaltungsprinzip «Design for All» zielt darauf ab, Bauwerke und Produkte von Anfang an für möglichst viele Menschen zugänglich und nutzbar zu machen. Von dieser Zielsetzung profitiert letztlich die ganze Bevölkerung. Zwei Beispiele: Rollstuhlgängige Trams haben auch Eltern mit Kinderwagen mobiler gemacht, und in unserer rasch alternden Gesellschaft profitieren immer mehr Menschen von visuellen Hilfsmitteln für Blinde und Sehbehinderte an Ticketautomaten.

Sie werden auch in Zukunft kostenlos auf unsere vielfältigen Planungshilfen für behindertengerechtes Bauen zurückgreifen können. Unser neuer Name «Hindernisfreie Architektur – Die Schweizer Fachstelle» macht unsere Vision noch etwas deutlicher: Wir wollen gutes Design für alle!

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